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Psychotherapie-Weiterbildung für Fachärzt*innen

Ab Mitte 2022: Weiterbildung in Erwachsenenpsychotherapie in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz (Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“)

Das DGVT-Ausbildungszentrum Berlin PP bietet ab der zweiten Jahreshälfte 2022 die Ausbildung in Erwachsenenpsychotherapie für Fachärzt*innen in der Grundorientierung Verhaltenstherapie an. Hierdurch kann die Zusatzbezeichnung Psychotherapie erworben werden. Das Weiterbildungscurriculum wird einen Zeitraum von ca. drei Jahren und folgende Weiterbildungsinhalte umfassen. Im Einzelnen sind dies:

  • 100 Stunden theoretische Weiterbildung in
    • psychologischen Grundlagen des Verhaltens und des abweichenden Verhaltens
    • allgemeiner und spezieller Neurosenlehre
    • Lern- und sozialpsychologischen Entwicklungsmodellen
    • tiefenpsychologischen Entwicklungs- und Persönlichkeitsmodellen
    • systemischen Familien- und Gruppenkonzepten
    • allgemeiner und spezieller Psychopathologie und Grundlagen der psychiatrischen Krankheitsbilder
    • Motivations-, Verhaltens-, Funktions- und Bedingungsanalysen als Grundlagen für Erstinterviews
    • Therapieplanung und -durchführung
    • Verhaltensdiagnostik einschließlich psychodiagnostischer Testverfahren
    • Indikation und Methodik der psychotherapeutischen Verfahren
  • 16 Doppelstunden autogenes Training oder progressive Muskelentspannung
  • 35 Doppelstunden Balintgruppenarbeit oder patientenbezogene Selbsterfahrungsgruppe.
  • 20 Erstuntersuchungen (dokumentiert und supervidiert)
  • 15 Doppelstunden Fallseminar
  • 240 Stunden supervidierte Verhaltenstherapie, davon mindestens 2 abgeschlossene Langzeittherapien (à 45 bis maximal 80 Std.) und 3 Kurzzeittherapien (à 25 Std.) mit mindestens 30 Stunden begleitender Einzelsupervision
  • 150 Stunden Einzelselbsterfahrung oder 75 Doppelstunden
  • Mindestens 50 Stunden vertiefte theoretische und praktische Kenntnisse in tiefenpsychologisch-fundierter Psychotherapie

Neben den „klassischen“ psychiatrischen Erkrankungen wie Depression, Angststörungen oder Suchterkrankungen werden besondere thematische Schwerpunkte gesetzt, die unserer Ansicht nach besonders gut die Behandlungsrealität beziehungsweise relevante Gruppen von Patient*innen im allgemein- und fachärztlichen Bereich berücksichtigen. Hierzu gehören beispielsweise die Psychotherapie bei Patient*innen mit somatischen Erkrankungen (z.B. die Psychodiabetologie oder die Psychodermatologie) oder chronischen Schmerzen sowie die Psychoonkologie.

Darüber hinaus setzen wir neben der Vermittlung der traditionellen verhaltenstherapeutischen Techniken und Interventionen einen weiteren Fokus auf verschiedene psychotherapeutische Verfahren der sogenannten „3. Welle“ der Verhaltenstherapie. Beispiele hierfür sind die Schematherapie oder emotionsfokussierte Interventionen als Methoden, die empirisch abgesicherte Wirksamkeitsnachweise insbesondere bei Patient*innen besitzen, bei denen kritische Lebensereignisse, besondere Persönlichkeitseigenschaften oder Emotionsregulationsdefizite in der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptomatik eine besondere Rolle spielen. Durch diese Erweiterung des „therapeutischen Repertoires“ soll es ermöglicht werden, auch besondere Gruppen von Patient*innen sicher und nachhaltig zu behandeln.

Die einzelnen Weiterbildungsinhalte werden von ärztlichen und psychologischen  Dozent*innen, Anleiter*innen oder Supervisor*innen vermittelt bzw. betreut, die eine langjährige klinische Erfahrung sowie überwiegend einen wissenschaftlichen Hintergrund  auf dem jeweiligen Gebiet besitzen.

Mit Ausnahme der supervidierten Verhaltenstherapie werden die Weiterbildungseinheiten am Wochenende (beginnend freitagnachmittags) stattfinden und in Abhängigkeit von Art und Umfang des Inhalts jeweils zwischen eineinhalb und zweieinhalb Tage in Anspruch nehmen (Termine siehe unten).

Die Teilnahmegebühren für die Weiterbildung betragen 9.000,- Euro pro Teilnehmer*in. Hinzu kommen Supervisionskosten von derzeit 100,- Euro je Supervisionssitzung, die erst im praktischen Teil der Weiterbildung anfallen und sich über die dort erbrachten Behandlungsstunden refinanzieren lassen. Insgesamt müssen zwischen 30 bis 40 Einzelsupervisions­sitzungen (à 45 Minuten) begleitend stattfinden, so dass mit Supervisionskosten in Höhe von insgesamt ca. 3.000,- bis 4.000,- Euro zu rechnen ist.

Für Fragen, nähere Details oder Voranmeldungen senden Sie uns bitte eine Email an: weiterbildung-FA(ät)dgvt-berlin(dot)de. Ansprechpartnerin im DGVT-Ausbildungszentrum ist Frau Isabell Bußmeier.

Ärztlicher Leiter der Weiterbildung ist PD Dr. med. Jens Plag, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

Verantwortlich für die Organisation der Weiterbildung ist Frau Dr. Dipl.-Psych. Nina Zirke, Psychologische Psychotherapeutin.

Seminartermine

Termine 2022 (Fr/Sa oder Fr-So)
26./27.08.2022
16./17.09.2022
14./15.10.2022
18.-20.11.2022
09./10.12.2022
Termine 2023 (Fr/Sa oder Fr-So)
13./14.01.2023
17.-19.02.2023
17./18.03.2023
21./22.04.2023
12./13.05.2023
26.-28.05.2023
07./08.07.2023
15./16.09.2023
13.-15.10.2023
10./11.11.2023
08./09.12.2023
Zeiten
Freitags: 15.00-20.00 Uhr
Samstags: 9.30-19.00 Uhr
Sonntags: 9.30-16.00 Uhr